
Bilder: Günter Tewes, Jens Flachmeier
Abrahamhaus in Marl nimmt den INTR‘A Projektpreis entgegen
Das „Team des Abrahamhaus Marl“ (Mitmachausstellung zur interreligiösen Sensibilisierung) konnte jetzt den „ INTR’A Projektpreis für Komplementarität der Religionen“ in Empfang nehmen.
Der mit 5000,00 € dotierte Preis wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde in den neuen Räumen der Ausstellung (Ev.Gemeindehaus der Kulturen an der Pauluskirche) durch die
Vorstände der Interreligiösen Arbeitsstelle Herrn Achim Riggert & Herrn Muhammet Mertek übergeben.
Das Preisgeld fließt vollständig in die Modernisierung der im Besitz des Ev. Kirchenkreises RE befindlichen Ausstellung, die längst in „die Jahre“ gekommen ist.
Im Raum „der Christen“ konnten alle Anwesenden bereits die ersten 10 komplett überarbeiteten Schautafeln in Augenschein nehmen.
Auch der „Raum des Islam“ erstrahlt bereits in komplett neuer Gestaltung.
Bereits am 02.03.23 kann das durch die diakonische Integrationsagentur in Marl begleitete und koordinierte „Abrahamhausteam“
wieder mit einer Schulklasse bei einem Workshop aktiv werden. Wir freuen uns darauf.






Im Rahmen des 22. Abrahamfestes 2022 lud jetzt das „Abrahamhaus“ an neuem Standort Schulklassen und Gruppen der Offenen Ganztagsschulen zur Teilnahme an Workshops zur interreligiösen Sensibilisierung ein. Eine Vielzahl von Kindern der 3. und 4. Klassen besuchten im Zeitraum vom 15.11.-18.11.2022 die neu eingerichtete Ausstellung in den Räumen des Ev. Gemeindehauses der Kulturen an der Pauluskirche in Marl-Hüls. In den jeweils sehr anregend eingerichteten Räumen der drei monotheistischen Religionen Judentum, Islam & Christentum konnten sich die Kinder mit Lehrer: innen und päd. Fachkräften durch das Abrahamhausteam informieren lassen und Gemeinsamkeiten/Unterschiedlichkeiten der Religionen entdecken. Der zweite Teil der Workshops ermöglichte den Kindern bei themenbezogene Kreativarbeiten die Anfertigung kleiner bunter Kirchenfenster, Gebetsketten oder in besonderer Weise „geflochtener Kerzen“, die sie noch länger an die sehr gelungene gemeinsame Zeit im Abrahamhaus erinnern werden.
Foto: Günter Tewes & Jens Flachmeier
Wegen der Corona-Auflagen ist die Verleihung auch digital zu erleben.
CIJ-AG Marl
www.abrahamsfest-marl.de Marl, 4. Juli 2020
Pressemitteilung: Das Abraham-Haus in Marl ist diesjähriger Preisträger von „INTR*A Projekt-Preis der Komplementarität der Religionen“
Sehr erfreulich: Das Abraham-Haus Marl (ein „erwachsenes Kind“ vom Abrahamsfest und der CIAG Marl bzw CIJ-AG Marl) wird mit dem „INTR*A-Projekt Preis der Komplementarität der Religionen“ am SA 21. Nov. 2020 in Köln ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt das friedliche Miteinander der Religionen auf Augenhöhe und eine entsprechende Bildungsarbeit und innovative Praxis. In Fachkreisen in Schule und Bildung ist dieser Preis auch europaweit beachtet.
INTR*A ist die „Interreligiöse Arbeitsstelle und hat die Geschäftsstelle in Schwerte/Ruhr, vormals seit 1990 war sie viele Jahre lang in Nachrodt (Westfalen). Die Stiftung Apfelbaum in Köln dotiert diesen jährlichen Preis von INTR*A. Frühere Preisträger sind u.a.Maria.2, das Kunstprojekt Engel der Kulturen. – Der derzeitige Vorsand von INTR*A: Pfr. Achim Riggert (ev. Schulreferent im Sauerland) zusammen mit Dr. Marien van den Boom (Niederlande: Appeldoorn) und Werner Heidenreich (Köln). Homepage: interel.de
Am Samstag, 21. Nov 2020 wird in der Melanchthon-Akademie in Köln im Rahmen der Jahres-Tagung „Jenseits konfessioneller Grenzen“ der diesjährige Preis an das Abraham-Haus Marl verliehen.
Das Mitmach-Projekt Abraham-Haus: Im Abraham-Haus Marl wird seit Jahren mit Heranwachsenden und mit Erwachsenen bei Hand- und Kopfarbeit in mehrstündigen Trainings ein gemeinsames Thema (wie z.B. Geburtstag) aus Sicht der drei Abrahamitischen Religionen vermittelt. Dabei stellen (ehrenamtlich wirkende) DozentInnen aus Judentum, Christentum und Islam jeweils ihre Religion dar. Dabei kommt Gemeinsames und Unterschiedliches zur Sprache. Es ist eine Art Rollenspiel, wo alle Teilnehmenden nacheinander aus jüdischer, christlicher bzw islamischer Sicht das gemeinsame Thema des Tages kennenlernen. (SchülerInnen fragen abschliessend gerne: „Können wir morgen wieder kommen?“) – Verantwortlicher: Jens Flachmeier mit dem Team von Hasibe Koc, Nazife Güner, Lilia Vishnevetzka, Beatrix Ries, Günter Tewes, Roland Wanke.
Kooperationspartner vom Abraham-Haus:Die CIAG/CIJ-AG Marl, Ev. Kirchenkreis RE (als Besitzer des equipments Abraham-Haus), die Integrationsagentur des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis RE und die Kath.Kirche in Marl: Dank großer Gastfreundschaft ist seit etlichen Jahren dieses Abraham-Haus im Katholischen Kolpinghaus Karl-Liebknecht Str 10, 45770 Marl-Drewer mietfrei eingerichtet.
Vorstand und Jury vom INTR*A-Projektpreis beschlossen die ehrenvolle Auszeichnung für dieses innovative Projekt, das Wirkung gezeigt hat. INTR*A stellt dabei die Frage, wie sich die drei Abrahamitischen Religionen um Abraham und die weiteren Weltreligionen – Buddhismus, Hinduismus – aufeinander beziehen.
Gez. Lilia Vishnevetska – Beatrix Ries – Intisar Saif als die drei Sprecherinnen von CIJ-AG
Anhang zur Geschichte:
1.)Zur Geschichte vom Abraham-Haus:In jedem Abrahamsfest finden seit mehr als 15 Jahren Veranstaltungen des Abraham-Haus statt. Ursprünglich entwickelt wurde das Abraham-Haus in Krefeld im Haus der Offenen Tür HOT Kreta. Eines Tages hatte Jens Flachmeier es dort kennen gelernt und er inspirierte die Träger des Abrahamsfestes zur Kooperation. Nach etlichen Jahren wechselte das Abraham-Haus von Krefeld hierher nach Marl/Kreis Recklinghausen. – Kontakt: j.flachmeier@diakonie-kreis-re.de. Tel. 0151 74 66 885 oder 02365 – 41 44 30.
2.)Zur Geschichte von INTR*A gehören einige Pioniere im interreligiösen Dialog im deutsch-sprachigen Raum: Paul Schwarzenau, der jahrzehntelang in Dortmund gesellschaftlich engagierten und besonnen gewirkt hat: als ev. Studentenpfarrer und bis zu seiner Emeritierung als Religionsphilosoph und Theologieprofessor an der Universität Dortmund. Der Preis entspricht seinem Leitspruch: „Alle Religionen bedürfen einander, nicht nur in ihren Gemeinsamkeiten, sondern gerade auch in ihren Unterschieden, durch die sie einander ergänzen. Wir sollen in der eigenen Religion daheim und in der anderen Gäste sein, Gäste, nicht Fremde“.
ZU nennen sind außerdem Karin und Dr. Reinhard Kirste. Reinhard Kirste war ehrenamtlich Geschäftsführer von INTR*A, lange Zeit Schulreferent der Ev. Kirche im Sauerland und Lehrbeauftragter an der Uni/TU Dortmund. Als Mitbegründer der CIG e.V. Christlich-Islamische Gesellschaft in Deutschland führte er die 3. Christlich-islamische Woche im Okt. 1986 in Marl zum Erfolg, was auch die Stärkung der CIAG Marl bewirkte.
Unvergesslich ist das Wirken von langjährigen Vorsitzenden von INTR*A Prof. Dr. Udo Tworuschka. Zusammen mit seiner Frau Monika Tworuschka zählt er zu den Pionieren in der Schulbuchforschung, des interreligiösen Lernens und in der Praktischen Religions-wissenschaft. Bis zu seinem Ruhestand war er Professor in Jena.
]]>Unter dem Motto „Abraham to go:Interreligiöses Gespräch“ bekam das erfahrene Team des Abrahamhauses aus Marl jetzt die Gelegenheit einen -wie stets sehr praxisorientierten – Workshop beim Deutschen Ev.Kirchentag in Dortmund durchzuführen.
Am Freitagabend trafen sich rd. 45 Kirchentagsteilnehmer*innen im Vortragsraum der DASA(Arbeitswelt Ausstellung),die für die Dauer des Kirchentages zum „Zentrum für Christen und Muslime“ geworden ist, um unter Moderation des Abrahamhausteams über Unterschiedlichkeiten und Gemeinsamkeiten der drei Religionen ins Gespräch zu kommen. Die eigens dafür nach Dortmund transportierte und aufgestellte Ausstellung des Abrahamhauses bot einen eindrucksvollen und motivierenden Rahmen für einen intensiven und anregenden Austausch. Nach drei sehr kurzweiligen Stunden konnten alle Beteiligten den Kirchtagsabend mit guten Impulsen für die Weiterarbeit beschließen.
Fazit: Der „Kirchentagsauftritt“ war rundum gelungen, was nicht zuletzt durch viele zufriedene Gesichter in den Reihen der Teilnehmenden abzulesen war.
Fotos: Jens Flachmeier



Außerdem gibt es zwei Veranstaltungen, wo zwei von uns Marlern über ihre Einsichten und Aktivität berichten:
a) Intisar Saif, Vorsitzende von Friedensweg e.V. Marl, ist auf dem Podium in der Veranstaltung:“Sich Stärken, Speisen, Feiern“. Termin: Freitag 21. Juni 15.00 – 17.30 Uhr. Ort: Union Gewerbehof, Erdgeschoss, Werkhalle,Rheinische Str. 143, Dortmund-Innenstadt-West.
b) Hasibe Koc, Vorstandsmitglied in der Yunus Emre Moschee Marl, berichtet vom Abrahamsfest in Marl (und Recklinghausen), seit 2001. Außer ihr wird auf dem Podium sein: Pfarrer Friedrich Stiller, Dortmund, mit einem Bericht über jährliche Fußballturniere zwischen Hocas und Pastoren in Dortmund. Dieses ist ein Angebot vom bundesweiten Projekt „Weißt du wer ich bin?“. Termin: Samstag 22. Juni, 11.00 – 13.00 Uhr: Ort: DASA – Arbeitswelt , ZG Seminarraum 2., Friedrich-Henkel Weg 1-25, Innenstadt West.

Das ehrenamtliche Team besuchte in den letzten Tagen das „Abrahamhaus“ an der Karl-Liebknechtstraße in Marl und zeigte sich in vieler Hinsicht überrascht von der Atmosphäre in den Räumen und die Vielfalt der Informationen. Wie immer folgte die Gruppe zu Beginn der – diesmal von Ingo Janzen – erzählten Abrahamgeschichte, um sich dann detailreich zu den Besonderheiten und Gemeinsamkeiten der drei Religionen zu informieren. Viele der gesammelten Eindrücke konnte dann in der gemeinsamen Abschlussrunde bei von Lilia Vishnevetskas Enkelin Evelyn zubereiteten Leckereien ausgetauscht werden. Eine tolle Veranstaltung, bei der auch gleich weitergehende, vertiefende Kontakte geknüpft werden konnte.“
Abrahamhaus „on Tour“ auf dem Katholischen Kirchentag in Münster
Interreligiöse Begegnung lebendig erleben: Am 11. Mai 2018 konnten Besucher des Kirchentages das Angebot aus Marl kennen lernen/ 30 Teilnehmende im intensiven Austausch mit dem Abrahamhausteam
„Das wird knapp mit der Zeit“, war der erste Kommentar als es hieß der Workshop auf dem Katholikentag soll nur 90 Minuten dauern. Genauso war es, die Zeit ging um wie im Flug.
Drei Religionen unter einem Dach, das interessiert über 36 Teilnehmer des Katholikentages. Mehr hätten auch gar nicht mitmachen dürfen, denn es wurde eng an den drei Tischen im Klassenraum der Gesamtschule Münster. Nach einem kurzen Einblick in das Konzept des Abrahamhauses in Marl wurde es konkreter. An jedem Tisch wurde gefragt, erklärt und diskutiert. Nach 20 Minuten ging es dann für die Teilnehmenden zum nächsten Tisch und zur nächsten Religion. Nach drei Runden war die Zeit überzogen: Vieles ist da noch offen geblieben, aber das Interesse war deutlich geweckt.

Es hat sich gelohnt war das Fazit und eine der Botschaften des Tages war, dass Reden besser ist als sich die Köpfe einzuschlagen.
In Münster wurde wieder viel gelacht und die „Abrahamhausfamilie“ (Nazife Güner, 1Lilia Vishnevetska, Beatrix Ries, Roland Wanke & Ingo Janzen) konnte zeigen, dass man unterschiedlich sein kann und darf und das Informationen über den Glauben der anderen hilft, den eigenen Glauben noch einmal zu reflektieren.
2019 wird es auf dem Kirchentag in Dortmund wieder eine Beteiligung des Abrahamhauses geben.
Ansonsten kann man es natürlich auch mit Schulklassen/Gruppen jeden Alters in Marl besuchen.
Weitere Informationen zum Abrahamhaus in Marl finden Sie im Internet unter www.abrahamhaus-marl.de
Informationen zum Programm der Veranstaltungsreihe „Abrahamsfest in Marl“ finden Sie unter www.abrahamsfest-marl.de.
Marl, den 15.05.2018
Kontakt:
Ingo Janzen
Ev. Kirchenkreis Recklinghausen e.V.
Ingo.janzen.@kk-ekvw.de
Jens Flachmeier
Integrationsagentur DW im Kirchenkreise RE gGmbH
jensflachmeier@diakonie-kreis-re.de
02365-8090568